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Zugang zu zivil- und strafrechtlichen Unterlagen in den 1920er Jahren


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5 Antworten in diesem Thema

#1 RuO

RuO

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Geschrieben 12. September 2021 - 17:36

Wie im Titel schon angedeutet wurde, würde ich gerne in Erfahrung bringen wie der Zugang zu zivil- und strafrechtlichen Unterlagen in den 1920er Jahren in den USA war. Ich gehe davon aus, dass Polizei und Mitarbeiter des Gesetzwesen generell Zugang zu den Akten hatten, sofern sie am Fall beteiligt waren. Wie ist es aber mit Charakteren, die nicht in die im Gesetzwesen tätig waren?

 

Ich bin ein neuer Spielleiter und besitze die Schnellstartregeln und das Grundregelwerk. Googeln hat mich leider nicht weitergebracht. Falls ihr Internetseiten oder Bücher kennt, die diese Thematik behandeln, würde ich mich über Hinweise freuen.

 

Das Einzige was ich bisher gefunden habe ist das, was in den Schnellstartregeln 7E steht. Nämlich, dass zivilrechtliche Unterlagen unter anderem im Stadtarchiv zu finden waren und dass man Kontakte bei Gerichten oder Polizeistationen braucht, um Zugriff auf Strafrechtliche unterlagen zu bekommen.

 

Was konnte man generell in Archiven finden und wer hatte Einsicht? Welche (institutionellen) Archive gab es noch? Kirchenarchive?

 

Folgendes wären Unterlagen-Typen und die Orte, wo man diese finden könnte. Ich würde mich freuen, wenn ihr diese ergänzt und mir dazu sagen könntet, wer Zugang dazu hatte.

 

  • Geburts-, Sterbe- und Heiratsurkunde – Kirche, Stadt-bzw. Gemeindearchiv – Pastor, Beamte
  • Testament – Kirche, Gericht – Pastor, Beamte
  • Zivilrechtliche Unterlagen – Stadt-bzw. Gemeindearchiv (warum dort zu finden?) – Jeder?
  • Öffentlichkeitsrechliche Unterlagen z.B. Steuerrecht (auch Steuerunterlagen?) – Gericht?, Amt? - ?
  • Laufende und eingestellte Strafermittlungen – Polizei – nur ermittelnde Polizisten oder alle Polizisten?
  • Abgeschlossene Strafermittlungen/laufender Prozess – Gericht – Richter, Anwälte und Mandanten
  • Abgeschlossene Prozesse – Gericht – Gerichtspersonal

 

Als letztes würde ich gerne noch wissen, wie ihr die Fertigkeit „Rechtswesen“ einsetzt. Im Regelbuch steht, dass es dafür eingesetzt werden kann besondere Gesetze zu kennen. Das Problem daran ist, dass ICH diese Gesetze nicht kenne und damit weder einschätzen kann, wann es sinnvoll ist auf Rechtswesen zu würfeln, noch die Situation ausspielen kann. In den Schnellstartregeln wird es dazu noch genutzt entsprechende Kontakte zu haben.

 

 

Gruß

 

RuO

 



#2 Schwarzweiss

Schwarzweiss

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Geschrieben 13. September 2021 - 18:36

Unabhängig von Deinen Fragen (kenne mich im amerikanischen Strafrecht nicht aus, denke aber, dass es schwer sein dürfte an solche Akten zu kommen, wenn man nicht qua Amt Zugang hat oder über "Kontakte"):

Überlege Dir, was Deine Geschichte/Erzählung weiterbringt. Ist es in der Situation sinnvoll/zielführen/schönes Spiel, dass Deine Spieler (wie auch immer) an die Informationen aus den Akten kommen? Bringt es Spiel, wenn sie nicht daran kommen und sich irgendetwas einfallen lassen müssen, um da ran zu kommen oder ist es einfach eine unnötige Plotmauer. Absolute historische "Authentizität" ist manchmal schön, aber nicht immer spielfördernd. Du spielst ja nicht einen echten Fall nach, sondern willst ja eine gruselige Geschichte mit Deinen Spielern erleben. Du könntest Rechtswesen in Kombination mit Einschüchtern nutzen (gelungene Rechtswesenprobe bringt dann einen Bonuswürfel bei der anschließenden Einschüchternprobe... natürlich nur, wenn sich das Gegenüber für seine Rechtssituation überhaupt interessiert, was bei hartgesottenen Gangstern oder Kultisten nicht zwingend der Fall sein muss).


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#3 PacklFalk

PacklFalk

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Geschrieben 14. September 2021 - 17:02

Hallo RuO! Leider kann ich dir auch nicht bei deiner Frage weiter helfen.

Die Frage die sich mir aufdrängt ist: Wie realistisch soll das Spiel sein? Cthlhu lebt von einem gewissen Maß an Realismus. Das ist klar! Aber wie Schwarzweiss oben schon sagt, kann zu viel Realismus den Spielfluss stark beeinträchtigen oder eben die Vorbereitung verkomplizieren. Ältere Abenteuer haben das mit Ansehen (Credit rating) und/oder ein bisschen Bestechung oder Kontakte geregelt (z.B. im Szenario "Der Spuk"). Wenn dir das zu einfach sein sollte würde ich aber nicht zu verbissen nach Einzelheiten suchen, sondern versuchen einen Mittelweg zu finden.


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#4 RuO

RuO

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Geschrieben 14. September 2021 - 22:40

Danke erstmal für die Antworten!

 

Das Abenteuer soll nicht "historisch korrekt" sein. Es ging mir schlicht darum einschätzen zu können, wie der Zugang zu solchen Unterlag früher geregelt gewesen sein könnte. Ich fand es sonderbar, dass zivilrechtliche Unterlagen einfach im Stadtarchiv zu finden sind. Weiterhin wollte ich in Erfahrung bringen, wo man generell Unterlagen finden könnte. Sonst laufen die Ermittler immer entweder in die Bibliothek/das Archiv oder in die Polizeistation. Außerdem finde ich die Fertigkeit „Rechtswesen“ aus oben erläuterten Gründen nicht gerade leicht anzuwenden.

 

 

Gruß

 

RuO

 



#5 PacklFalk

PacklFalk

    Carebär

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Geschrieben 15. September 2021 - 13:52

 

Als letztes würde ich gerne noch wissen, wie ihr die Fertigkeit „Rechtswesen“ einsetzt. Im Regelbuch steht, dass es dafür eingesetzt werden kann besondere Gesetze zu kennen.

Das ist nicht ganz korrekt! Es geht dabei um im Einzelfall relevante Gesetze. Also um Gesetze, die sich auf die aktuelle Situation beziehen. Natürlich kann man den Skill auch dazu nutzen, besondere oder selten gebrauchte Gesetze zu kennen, von denen die Wenigsten gehört haben. Wenn es um ein spezielles Gesetz geht steht in vorgefertigten Szenarios meist eh etwas dazu drin, meiner Erinnerung nach.

 

 

Das Problem daran ist, dass ICH diese Gesetze nicht kenne und damit weder einschätzen kann, wann es sinnvoll ist auf Rechtswesen zu würfeln, noch die Situation ausspielen kann. In den Schnellstartregeln wird es dazu noch genutzt entsprechende Kontakte zu haben.

Ich beginne auch gerade wieder mich, nach über zehnjähriger Pause, in Cthulhu einzulesen und hab daher keine neueren praktischen Erfahrungen. Aber ich würde den Skill als einen möglichen Universalschlüssel für juristische Fragen nutzen und eher kurz abhandeln, falls es nicht spielrelevant ist. Also: Wo findet der Charakter die betreffenden Urkunden/Baupläne/usw, hat er Zugang, usw. Ist die Probe geschafft, dann weiß der Charakter darüber Bescheid, aber ich erkläre keine Einzelheiten, wenn es nicht fürs Spiel wichtig ist. Alles andere kann man dann zumeist mit weiteren Skills oder Spielerideen lösen.Es ist nicht unbedingt nötig, die entsprechenden Gesetze oder Vorgehensweisen zu kennen, da du solche Fragen mit einem Wurf auf Rechtswesen auch kurz und bündig abhandeln kannst.

 

Hm! Bin unzufrieden mit meiner Formulierung, aber es geht grad nicht besser.

 


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#6 Die InsMaus

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Geschrieben 15. September 2021 - 14:38

Ich würde da auch ein bißchen vom Ergebnis her denken, also „mit „Rechtswesen“ können die Investigatoren herausfinden, dass . . .“

Das sollte dann so auch in etwa im Abenteuer stehen bzw. so könntest du bei eigenen Abenteuerideen denken/vorgehen.
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