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Fragen zum Berlin-Quellenbuch


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356 Antworten in diesem Thema

#46 Slyder

Slyder

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Geschrieben 30. Mai 2010 - 22:31

Ich lasse mich von berlin überraschen ich denke da werden sie sich schon was einfallen lassen...

Gerade das anarchi ding war der grund warum wir ein oder 2 mal dort gespielt haben... es war lustig wie profi runner reagieren wenn sie in dieses chaos geschickt werden :-)

Hamburg hatte schon immer flair (so wie jetzt als normale stadt)

ansonsten schaun wir mal was sie aus berlin machen es kann nur besser werden als diese von konzernen kontrollierte mega langweilige stadt.
ahh gut mein hund hat die kettensäge gefunden......

das problem an euch unsterblichen Steintypen ist, ihr seit unsterblich und aus Stein....

"Automatische Gewehre ? wer benutzt denn Automatische gewehre?"
"ja verflixt unsportlich, das müssen Belgier sein"

#47 flippah

flippah

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Geschrieben 30. Mai 2010 - 22:32

Wer braucht Städte in denen so ziemlich alles gleich ist? Konzernzonen, Barrens, Orkgangs, Yakuza ... irgendwie alles austauschbar.

Wirklich interessant sind doch Städte die aus dem Raster fallen.


Genau so sehe ich das auch. Man muss sich mE vorallem fragen: was macht das besondere dieser Stadt aus? Was ist hier der Gag, der so anderswo nicht existiert.
"Es wird jedoch der Tag kommen, dass wir Kommunisten dieses Grundgesetz gegen die verteidigen werden, die es angenommen haben." (Max Reimann, KPD, 23.5.1949)

#48 raben-aas

raben-aas

    Andreas AAS Schroth

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Geschrieben 30. Mai 2010 - 23:59

Wir sehen die zugrundeliegende Herausforderung exakt wie Du: Der ganze Gag am Setting Berlin war das Anarchiezeuch. Von daher SChade, dass das so grottenübel umgesetzt worden ist.

Nimmt man aber das Anarchozeug weg und sagt Berlin ist eine Konzernzonenstadt mit ein paar dunklen Ecken, verliert das Setting seine Daseinsberechtigung. Woraus folgt: Entweder schafft man es, das Einzigartige des Altsettings zu bewahren (aber den Stuss zu tilgen) oder aber man findet völlig neue (auf dem Etablierten konsequent aufbauende) Dinge die alles auf NEUE Art einzigartig machen.

Und da wir entscheidensschwache Leute sind, machen wir nicht das eine und nicht das andere. Sondern beides. Und mehr. Berlin wird vieles sein -- in jedem Fall aber wird es aus dem Raster fallen. OHNE ein Slapsticksetting zu sein.
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#49 NickSamuels

NickSamuels

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Geschrieben 31. Mai 2010 - 05:21

Wobei ich persönlich, sicherlich bin ich auch befangen, Berlin als Stadt heutzutage schon großartig finde. Wer hier lebt kann das auch bezuegen, denke ich ^^.

Und eiens muss man deutschen Städten heute lassen: Bisher ähneln sie den us-amerikanischen Städten nicht so sehr, was ganz gut so ist.

deutsche Städte sind ja oftmals viel weitläufiger, nicht ganz so tiefe Schatten oder eng gepackt.

#50 Corn

Corn

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Geschrieben 13. Juni 2010 - 09:15

Als Berliner musst du sowas ja sagen... Die Berliner hatten ja auch schon immer Platz zu bauen. wenn ich mir überlege, was teilweise für "kleine" Gebäude auf einem riesigen Areal inmitten der Stadt stehen istz das sicherlich weitläufig. (übrigens etwas, was es auch in vielen amerikanischen städten gibt, denn die haben auch platz!) In Frankfurt doer dem Ruhrgebiet sieht sowas schon ganz anders aus...

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#51 NickSamuels

NickSamuels

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Geschrieben 13. Juni 2010 - 09:50

Gut das ist durchaus wahr, aber mein Eindruck bisher beschränkt sich auf:

Dortmund, Essen, hamburg, Koblenz, Berlin, Göttingen

im Vergleich zu

New York und Chicago.

Da erscheinen mir die deutschen Städte schon ein wenig "geräumiger", weniger enge Gassen, kürzere Schatten usw.

Dicht an dicht findet sich im Prinzip in jeder Stadt, aber mir war so, als wäre das bei "uns" nicht so zwingend oft.

Ich habe Sorge vor dem Tag an dem Wohnfläche hier so teuer wird, dass wir in "Kowloon"-artigen Verhältnissen leben müssen...das gäbe wohl täglich tote/verletzte.

#52 Corn

Corn

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Geschrieben 13. Juni 2010 - 10:18

Es gibt ja bereits Viertel in Deutschen städten in denen familien im schnitt mehr leuten auf weniger Qm leben als anderswo in De. Das ist zwar noch weit von Kowloon City weg, aber das verhältniss wzischen sozialem Brennpunkt und retslichem Land dürfte ähnlich sein.

Ich selbst war nie in einer Amerikanischen stadt, aber mal so überlegt, dürften die wesentlöich weniger Innenstädte oder Alststädte haben in denen die Breite der Gassen vor 1000 Jahren festgelegt wurden und somit keiner beim planen an Autos und LKWs dachte...

Was die Schatten und die Gedrängtheit angeht, hat das , denke ich, auch viel mit der höhe der Gebäude zu zun. Wenn man 2 Wolkenkratzer gegenüber baut wirkt selbst eine 2 spuhrige straße, wie iene dunkle enge seitengasse :)

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#53 NickSamuels

NickSamuels

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Geschrieben 13. Juni 2010 - 10:40

Das ist ein Argument :D

#54 fexes

fexes

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Geschrieben 13. Juni 2010 - 12:57

Das Konzept eines anarchistischen Berlins ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Die schon angesprochene fehlende Autarkie ist dabei sicherlich ausschlaggebend. Dafür fehlt einfach das dazu zwingend notwendige Hinterland. Eine isolierte Großstadt wäre alles andere als in der Lage sich selbst zu versorgen.

Ein realistisches anarchistisches Setting (im gesellschaftspolitischem Sinn) wäre im Grunde nur in ländlichen Regionen anzusiedeln. So etwas könnte ich mir lokal begrenzt ein einer der Tir Nationen vorstellen. Autarke Kommunen in der größe eines Wirtschaftshofes oder auch mehrerer Höfe, die sich zu einem Kollektiv zusammenschließen. Der strukturelle Ansatz des Anarchismus ist die Organisation von unten, sprich vom kleinen ins große. Das fängt im eigenen Haus an und wird dann erst auf das Umfeld ausgedehnt. Zusammenschlüsse existieren nur temporär für einen bestimmten Zweck (bspw. einen gemeinsamen Brunnen bauen) und eben nur so lange, wie diese Notwendigkeit existiert. Danach werden sie im besten Fall wieder aufgelöst. Die Vorstellung praktisch über Nacht eine Millionenstadt, ein Bundesland oder gar einen Staat freiheitlich sozialistisch organisieren zu können/wollen ist damit absurd. Diese Vorstellung wird im Allgemeinen von den populären Medien verbreitet und führt zu der unsinnigen Annahme, Anarchisten verfolgten das Ziel einer landesweiten oder sogar internationalen Revolution (das tun sie sicherlich auch, aber eben von der anderen Seite aus, also von unten). Neo-Anarchistische Ansätze können lokal begrenzt auch in Städten und Großstädten existieren. Die Basis ist in der 6. Welt durchaus gegeben. Mehr oder weniger autarke Strukturen und Interessensgruppen, wie der Orkuntergrund in Seattle, zeigen, dass es durchaus möglich ist im Herzen des Hardcore-Kapitalismus Parellelwelten aufzubauen.

Das Bild, dass mit dem Begriff Anarchie medial vornehmlich verbreitet wird, ist die Vorstellung von Chaos und Gesetzlosigkeit. Also das, was das Berlin Setting anfangs ausgemacht hat. Jeder macht was er will. Dieser Zustand enthält nur wenig Gemeinsamkeit mit dem politischen Anarchismus, eben nur der Zustand der Herrschaftslosigkeit, aber nicht die entscheidende zugrundeliegende natürliche Ordnung des Anarchismus. Anarchie mit Chaos und Faustrecht gleichzusetzen hat Tradition. Freiheitliche und soziale Organisation ohne Führungselite waren den Herrschenden (seien sie monarchistisch, "kommunistisch", faschistisch oder kapitalistisch) immer ein Dorn im Auge. Da die Massenmedien in der Regel unter der Kontrolle der Herrschenden sind ist es nicht verwunderlich, dass über die Jahrhunderte solches Bild von Anarchie in den Köpfen festgesetzt hat (sowohl in der normalen Bevölkerung, als auch unter vielen sogenennten Anarchisten, die in Berlin die Anarchie ausgerufen haben). In der Geschichte wurde der politische Gegner immer dämonisiert und durch bewusste Falschaussagen ins lächerliche gezogen (vgl. "Jüdische Weltverschwörung" oder Barack Obama, der mit einer gesetzlichen Krankenversicherung den Sozialismus einführen will). Anarchie ließe sich so durchaus auch auf die Konzerne anwenden, die, sieht man mal vom Konzerngerichtshof ab, abseits jeder übergeordneten Herrschaft agieren und sich einfach nehmen, was sie wollen. Faustrecht eben. Übertragen ließe sich dieses Anarchieverständnis sogar auf heutige Regierungssystem, die in den wenigsten Fällen von einer Mehrheit der Beherrschten legitimiert wurden. Alles eine Frage des Standpunktes...

#55 TwistedMinds

TwistedMinds

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Geschrieben 13. Juni 2010 - 15:44

Was heißt denn hier Dämonisierung? Die Protokolle von Zion sind doch nicht aus der Luft gegriffen ^^

#56 sirdoom

sirdoom

    Imperator

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Geschrieben 14. Juni 2010 - 00:03

Doch, sind sie. In diesem Fall sogar ganz explizit...
"I hate to advocate drugs, alcohol, violence, or insanity to anyone, but they've always worked for me."
Hunter S. Thompson (1939 - 2005)

Fieberglasträume - Kybernetische Kurzgeschichten
Voll Dampf - DIE Steampunk-Anthologie
Menschmaschinen - Anthologie

#57 Corn

Corn

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Geschrieben 14. Juni 2010 - 09:37

Das erschreckende an den Protokollen ist ja, dass sie genügend sinn ergeben, sodass irgendwer auf die idee hätte kommen können sie umzusetzen...

Wer sich hier in Deutschland die Verfechter dieser Protokolle anschaut sieht allerdings ein Muster dahinter, dass klar werden lässt, welch Satiere und Fiktion dahinter stehen...

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#58 TwistedMinds

TwistedMinds

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Geschrieben 15. Juni 2010 - 17:06

Whaaa!
Wie konnten sie es nur schaffen Wikipedia zu unterminieren?!? :lol: :lol:

^^

#59 Sascha M.

Sascha M.

    Der junge Wilde

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Geschrieben 15. Juni 2010 - 20:12

Ähhhh, ja. Berlin: Wie weit sind die Texte denn schon fertig?

"The best thing about being a writer is that you can do what you love every day, which is hating yourself." - Ian Bogost


#60 Karel

Karel

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Geschrieben 15. Juni 2010 - 22:02

Das weiß ich - naturgemäß - nicht.

Aber bitte, bitte, an alle offiziell zuständigen: Negiert nicht das, was zum Thema Unterwelt (Gargari-Vory, Rote Vory, Karewitsch, Daisy Fix/Likedeeler) bereits im "Unterwelten" steht, und nehmt wenn möglich die Schwarzmarktlocation aus dem Mephisto und die Schieberin Drakova mit rein (so wie ihr es bei Frankfurt mit dem Dismesser Ort gemacht habt!).

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