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Junta - Ein Kurz-Spielbericht


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4 Antworten in diesem Thema

#1 Wandler

Wandler

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Geschrieben 21. April 2010 - 09:49

So liebe Junta Interessierte und Freunde ;)

Als alter Brettspielsammler mit mittlerweile ganz brauchbarer Sammlung an guten Spielen musste es irgendwann vermutlich dazu kommen, dass Junta auch in meine Sammlung kam.
Eins vorweg: Das Spiel ist genial und mit keinem mir bekannten Spiel vergleichbar, weder in der Art der Interaktion noch von den Spielmechaniken - aber trotzdem finde ich nicht alle Mechanismen so gut.

Nunja, als Spielbesitzer wollte ich mich gleich zu Anfang zum El Presidente wählen mit dem Versprechen das Volk zufrieden zu stellen. Der Pöbel (=die anderen Spieler) dachten sofort ich wolle auf Grund der Regelkenntnisse geheime Präsidententricks anwenden und eine Mitspielierin wurde zur Präsidentin gewählt. Sofort war klar - Die Einflusskarten entscheiden die Wahlen. Die Stimmkarten mit einmalig 1-3 Stimmen wirken niemals so stark wie eine Einflusskarte mit 5-15 Stimmen dauerhaft (welche bei jeder Wahl in einem Wahlgang wieder eingesetzt werden können). Bereits in der ersten Runde vermutete ich übelste Ungerechtigkeit gegenüber meiner Wenigkeit und lies sie bereits im ersten Amtsjahr von einem Attentäter ermorden. Wie sich herausstellen zu Unrecht. Die Spielerin, Miriam ihr Name, war in dieser ersten Runde fairer als es alle nachfolgenden Präsidenten je wieder sein werden soll. Bereits das sorgte für Gelächter. Allerdings war die Spielerin nun für ca 35 Minuten komplett aus dem Spiel ausgeschieden, da sie erstens tot war und wir zweitens sehr sehr lange für den komplexen erste Putsch benötigten der dem hinterhältigem Attentat folgte.

Bereits im ersten Putsch wurden die Putschenden (ich hatte geputscht um mich doch noch von der Junta zum Präsidenten wählen zu lassen) vom General der ersten Brigade verraten. Er hatte 2 Gebäude besetzt und entschied sich von Anfang an für die potentielle neue Präsidentin welche ihm bereits 9 Millionen fürs nächste Jahr versprach (irre Summe wie sich im Nachhinein herausstellte). Plötzlich waren nur noch die sehr schwachen beiden Ämter Luftwaffe/Marine auf der Junta-seite und der Putsch war zum Scheitern verurteilt. Die neue Präsidentin wurde mit klarer Mehrheit gewählt und der Verräter erhielt 9 Millionen. Ich als Rebellenführer wurde feierlich im Zuge einer Livefernsehübertragung hingerichtet.

Fortan hatte ich jegliches Vertrauen verloren und kam Mangels Attentäterkarten das ganze Spiel nicht mehr zu Geld. Ein weiterer Putschversuch von mir scheiterte aufgrund eines 4er Bündnis von Präsidentin, Ministerin, und 2 Brigaden.

Fazit: Ohne 1-2 Brigaden ist ein Putsch zum Scheitern verurteilt (oder nachträgliche starke Bestechung der Spieler welche 1-2 Gebäude besetzt haben :rolleyes: ) und obwohl ich chancenlos war hatte ich einen heiden Spaß die Spieler zu manipulieren und als bösartiger Rebell immer wieder in Erscheinung zu treten.

Die Präsidentin hielt sich für einige Runden und es schien bereits so als ob der von ihr gut bezahlte anfängliche Verräter das Spiel nur noch gewinnen konnte, doch aufgrund 2er Attentate und direktem Einzahlen auf die Bank - "Nein die hat nie den Mumm sofort auf die Bank zu gehen.,... - sie hatte ihn doch" gewann unsere Langzeitpräsidentin.

Fast hätte ich ja das Ruder in der Mitte des Spiels herumgerissen. Mit einer fetten 21 Millionen Runde und ich als Präsident dachte ich mir : Geld einbehalten und sofort abdanken! - Hätte ich nur die Regeln gelesen bevor ich das angesagt hab, denn wer abdankt muss sein Geld dem neuen Präsidenten geben. Dadurch kam es zu einem Blitzputsch welcher in 10 min entschieden war und meine fette Beute war dahin :)


Alles in allem weiß ich nun:
- 1 gutes Attentat gegen Ende des Spiels und sofortiges Einzahlen entscheidet vermutlich meistens das Spiel.
- Zu aggressives Auftreten sorgt dafür das man als Buhmann von allen verachtet wird.
- Wenn man vom Geldfluss abgeschnitten ist kommt man sehr schwer wieder ins Spiel zurück, da man meist zu wenig Stimmen/Geld u.ä hat
- Als Präsident alle schön zufrieden zu stellen ist das Beste was man tun kann. Gelegentlich bei der verdeckten Vergabe der Geldscheine an die Ämter 1Million Pesos mehr rauszurücken sorgt für Zufriedenheit und Loyalität beim Pöbel:)
- Der beste Spruch für einen Präsidenten ist: "Nein ich kann dir nicht mehr geben sonst habe ich alle gegen mich". Mit diesem Totschlag Argument wurden viele zufrieden gestellt.
- Besonders lustig sind Haushalte wie: "Ja der Minister für innere Sicherheit bekommt auch nur 1 Million" und diesem dann 2 Geldscheine zuzustecken

#2 Andy84

Andy84

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Geschrieben 22. April 2010 - 15:47

komm doch auch mal mit zu unserer Ruhrgebiets-Junta runde demnächst :o ~alle 2monate probieren wirs erneut nen Präsidenten zu wählen.

#3 Wandler

Wandler

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Geschrieben 22. April 2010 - 17:35

Das ist schon verdammt weit weg aus dem Süden Österreichs :o

#4 Mika

Mika

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Geschrieben 22. April 2010 - 17:53

Das ist schon verdammt weit weg aus dem Süden Österreichs :D



Hmmmm wäre doch mal interessant. Ein Österreicher als Führer!!! Ähmmm ich meine President. Würde unsere Runde bereichern :o

#5 royston_vasey

royston_vasey

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Geschrieben 22. April 2010 - 18:29

Hmmmm wäre doch mal interessant. Ein Österreicher als Führer!!! Ähmmm ich meine President. Würde unsere Runde bereichern :o


Und genau wegen solcher Äußerungen hast Du bei unseren Runden immer eine wirklich miese Chance auf den Präsidentenstuhl, mein lieber Mika! :D




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