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Regelkunde: Anerkennung/Ruhm und Patrizier


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7 Antworten in diesem Thema

#1 Nicolas

Nicolas

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Geschrieben 19. Dezember 2010 - 21:29

Hallo miteinander,

zwei kleine Ungenauigkeiten bereiten uns noch Kopfschmerzen bei diesem Spiel.

Ruhm/Anerkennung
Zum einen wären das die Karten Ruhm und Anerkennung. Es gibt dort nach dem Spiel noch extra Punkte, aber wir sind uns nicht sicher, ob diese Karten doppelt gewertet werden (dürfen).
Wir hatten beispielsweise jeder zwei mal die gleiche Karte auf der Hand. Spieler A 2x Ruhm, Spieler B 2x Anerkennung. Gibt es dort eine Beschränkung, dass nur eine dieser Karten gilt? (Die Festkarten dürfen ja i.d.R. nicht abgeworfen werden.)
Es macht nämlich einen großen Unterschied, ob nun z.b. 4 oder 2x4 bzw 3 oder 2x3 Punkte extra vergeben werden (unsere ersten 5-6 Spiele waren punktmäßig immer sehr sehr knapp)-

Patrizier
Der Patrizier hebt den Effekt eines Ereigniskarte auf, welche ICH aus der Kartenreihe nehme. Die Frage die sich uns stellte war, ob der Effekt nur für mich oder für alle Spieler aufgehoben wird.

(Konkret ging es um die Karte Luxussteuer. Der Spieler wollte sich selbst vor den Folgen schützen, merkte aber an, dass er den Effekt nur für sich aufheben wolle. Er wurde in dieser Regelfrage überstimmt, aber eine Unsicherheit bleibt trotzdem noch).

Das waren erst einmal unsere beiden Regelfragen, über ein paar gute Antworten würden wir uns natürlich sehr freuen, da uns das Spiel bisher sehr gut gefallen hat, einzig die Balance der Karten bereitet uns noch etwas Kopfschmerzen.

#2 André Zottmann

André Zottmann

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Geschrieben 20. Dezember 2010 - 16:26

Karten wie "Ruhm" und "Anerkennung" darfst du doppelt auf der Hand haben. In der Anleitung steht ja auch nichts Gegenteiliges. Also darfst du sie auch doppelt werten. Nur für Personen und Gebäude gilt explizit, dass du sie nur einmal pro Runde einsetzen (Personen) bzw. überhaupt nur einmal vor dir auslegen (Gebäude) darfst.

Der Patrizier hebt den Effekt auf. Er hebt nicht einen Teil des Effekts auf, denn das steht nicht auf der Karte. Er hebt den gesamten Effekt auf. Auf Karten wie "Tribut", "Luxussteuer" oder "Hochwasser" angewendet wird also der Effekt für alle Spieler aufgehoben.

Inwiefern bereitet euch die Balance der Karten Kopfschmerzen? Es ist doch gerade ein wichtiger Teil des Spiels, dass die Karten nicht ausgewogen sind! Das reguliert sich doch von selbst dadurch, dass weniger gute Karten länger vorne liegen bleiben und irgenwann so viele Steine auf sich versammeln, dass sie dann doch interessant werden! Und wenn eure Spiele bisher punktemäßig immer knapp waren, dann ist die Balance des Spiels doch offenbar in Ordnung!? :D
André Zottmann
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#3 Nicolas

Nicolas

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Geschrieben 20. Dezember 2010 - 16:52

[...]
Inwiefern bereitet euch die Balance der Karten Kopfschmerzen? Es ist doch gerade ein wichtiger Teil des Spiels, dass die Karten nicht ausgewogen sind! Das reguliert sich doch von selbst dadurch, dass weniger gute Karten länger vorne liegen bleiben und irgenwann so viele Steine auf sich versammeln, dass sie dann doch interessant werden! Und wenn eure Spiele bisher punktemäßig immer knapp waren, dann ist die Balance des Spiels doch offenbar in Ordnung!? :D


Zuerst einmal Danke für die Bestätigung unserer Regelinterpretation :D

Die Balance ist immer so eine Sache, wahrscheinlich größtenteils auch subjektiv, aber z.b. die Aufhebung des Karten- und Steinlimits (unwiderruflich und für den Rest des Spiels) ist bei maximaler Spieleranzahl ein absoluter Vorteil, der sich nicht nur minimal auswirkt.

Vielleicht fehlt uns da auch noch einfach die Spielpraxis, dass wir solche Vorteile wieder ausgleichen können.
Die nächsten Runden stehen nachher an, dann werde ich da mal ein Auge drauf werfen ;)

#4 André Zottmann

André Zottmann

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Geschrieben 20. Dezember 2010 - 20:29

Die Balance ist immer so eine Sache, wahrscheinlich größtenteils auch subjektiv, aber z.b. die Aufhebung des Karten- und Steinlimits (unwiderruflich und für den Rest des Spiels) ist bei maximaler Spieleranzahl ein absoluter Vorteil, der sich nicht nur minimal auswirkt.

Das Lagerhaus ist eine gute Karte, aber keine sehr gute Karte. Werkstatt, Architekt, Maurer und Fürstin halte ich allgemein für stärker, um nur mal ein paar Beispiele zu nennen. Das hängt aber auch immer etwas von der Spielsituation ab.

Wie schon oben gesagt, es ist absolut gewollt, dass manche Karten stärker sind als andere. Aber vermutlich ist keine Karte so stark, dass jemand dafür Kartenkosten von 5 Steinen bezahlt, um sie aus der Auslage zu nehmen. Und damit ist es äußerst selten eine Glücksfrage, zum richtigen Zeitpunkt an der richtigen Stelle zu sitzen, sondern fast immer eine Abwägung zwischen Kosten, Nutzen und Timing.
André Zottmann
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#5 Nicolas

Nicolas

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Geschrieben 20. Dezember 2010 - 21:28

Die Balance ist immer so eine Sache, wahrscheinlich größtenteils auch subjektiv, aber z.b. die Aufhebung des Karten- und Steinlimits (unwiderruflich und für den Rest des Spiels) ist bei maximaler Spieleranzahl ein absoluter Vorteil, der sich nicht nur minimal auswirkt.

Das Lagerhaus ist eine gute Karte, aber keine sehr gute Karte. Werkstatt, Architekt, Maurer und Fürstin halte ich allgemein für stärker, um nur mal ein paar Beispiele zu nennen. Das hängt aber auch immer etwas von der Spielsituation ab.
[...]


Die Fürstin beispielsweise bleibt bei uns oft unbeachtet, da nach einigen Zügen die weißen Steine im Überfluss vorhanden bleiben und somit die "Kosten" gar nicht mehr so wichtig sind.
Man muss ja durchaus planen, dass der Turm nächste Runde nicht abgerissen werden muss und lässt somit gerne mal 2-3 Steine im Lager, um beim Spielen nach und nach zu erhöhen - der Gegner versucht ja auch sehr gerne die passenden Steine aus dem Spiel zu kriegen :D

Heute waren die Karten auch irgendwie besser verteilt, war vielleicht eine ungünstige Konstellation bei den ersten Spielen. Kann natürlich auch einfach mit der jeweiligen Spieltaktik zusammenhängen, ich spiele liebend gerne gegen die anderen, statt selbst viele Punkte zu hamstern *g*

#6 Tigerkralle

Tigerkralle

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Geschrieben 21. Dezember 2010 - 01:12

Auf Karten wie "Tribut", "Luxussteuer" oder "Hochwasser" angewendet wird also der Effekt für alle Spieler aufgehoben.


Okay und ich dachte bisher immer wenn ich eine dieser entsprechnden Karten aus der Reihe nehme, dass der Patrizier nur mich schützt und alle anderen sind betroffen. :ph34r: Weil ja in der Übersicht steht, dass der Patrizier einen vor Ereignissen schützt die derjenige aus der Reihe kauft, der den Patizier auf der Hand hat.
Wenn dies wirklich im Sinne des Erfinders ist, dann schreit das nach einer Errata. Oder auch FAQ. ;)
Jedenfalls habe ich es als Supporterin dann falsch erklärt. :blush:

Vorschlag fürs Übersichtblatt: Verhindert den Effekt eines Ereignisses für alle dich eingeschlossen, wenn du die Karte aus der Reihe nimmst.

Das Wort "komplett" anstatt "für alle dich eingeschlossen" ist warscheinlich doch zu interpretierbar.
Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Wenn jemand Hochwasser kauft und nicht den Patrizier einsetzt (aus welchem Grund auch immer), bin ich als Spieler der gerade nicht an der Reihe ist von den Auswirkungen betroffen auch wenn ich einen Patrizier auf der Hand habe.

EDITH: Rechtschreibfühler

#7 Astartus

Astartus

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Geschrieben 21. Dezember 2010 - 08:59

Auf Karten wie "Tribut", "Luxussteuer" oder "Hochwasser" angewendet wird also der Effekt für alle Spieler aufgehoben.

Weil ja in der Übersicht steht, dass der Patrizier einen vor Ereignissen schützt die derjenige aus der Reihe kauft, der den Patizier auf der Hand hat.

Der Text der Übersicht lautet:

Entweder verhinderst du damit in Phase 1 „Karte wählen“ den Effekt einer Ereigniskarte, die du in deinem Zug aus der Kartenreihe wählst.


Daraus folgt:
Wenn der Effekt aufgehoben wird, dann wird er komplett aufgehoben und nicht nur teilweise, denn das steht nicht auf der Karte. Wenn der Effekt also alle Spieler betrifft, dann werden alle Spieler vor dem Effekt der Ereigniskarte beschützt, wenn du dich dazu entscheidest den Effekt des Patriziers einzusetzten, wenn du eine Karte ziehst.

Ist doch alles absolut streng logisch. Ich verstehe nicht wie man an dieser Formulierung etwas nicht oder falsch verstehen könnte.

#8 André Zottmann

André Zottmann

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Geschrieben 21. Dezember 2010 - 09:29

Okay und ich dachte bisher immer wenn ich eine dieser entsprechnden Karten aus der Reihe nehme, dass der Patrizier nur mich schützt und alle anderen sind betroffen. :blush: Weil ja in der Übersicht steht, dass der Patrizier einen vor Ereignissen schützt die derjenige aus der Reihe kauft, der den Patizier auf der Hand hat.

Das stimmt nicht! In der Übersicht steht nicht, dass der Patrizier vor Ereignissen schützt, sondern dass er den Effekt einer Ereigniskarte verhindert!

Wenn dies wirklich im Sinne des Erfinders ist, dann schreit das nach einer Errata. Oder auch FAQ. ;)

Die Formulierung auf dem Übersichtsblatt ist absolut korrekt. Es gibt also keinen Grund für ein Erratum. (Errata ist Plural. ;-)) FAQ werden wir vermutlich demnächst aufsetzen, aber das wird leider noch ein paar Wochen dauern.

/edit: So ist das, wenn man zwischendurch abgelenkt wird, da hat Astartus schneller geantwortet ...
André Zottmann
(geb. Bronswijk)
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