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Spielerfahrung


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11 Antworten in diesem Thema

#1 Wuddi

Wuddi

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Geschrieben 18. September 2012 - 13:43

Hallo!

Ich muss mal die Spielerfahrung meiner Gruppe hier posten, weil wir uns etwas unschlüssig sind.

Wir sind zu drei Alternativen gekommen:

A ) Wir haben die Regeln nicht verstanden..

B ) Wir sind blöd und haben das Spielprinzip nicht verstanden.

C ) Das Spiel ist blöd und unausgereift ( was meiner Meinung nach ja nicht sein kann ;) )

Also:

4-Personen-Spiel, alle wählen ne Farbe mit 2 Figuren, kriegen ihre 3 Infektionskarten plus 2 Zufallskarten (der Stapel wurde korrekt gem. Regeln erstellt) und der Startspieler wird festgelegt.

Dann zieht jeder nacheinander in die Basis, sucht rum und nach einer Runde haben wir ja unseren Verräter im Spiel.

Und jetzt beginnt das Problem, denn in jeder der bislang gespielten Partien kam es nun zu einer wilden Jagd des Verräters auf den nächstbesten Mitspieler, dessen Figuren so lange durch die Räume gehetzt wurden, bis man kein Benzin mehr hat, sollte man überhaupt welches besessen haben.

Und die neuinfizierten Spieler machten es ebenso. Sollte durch Zufall mal Munition gefunden worden sein, dann ging halt eine Figur drauf, egal, man hat ja noch eine. Und so waren die Spiele lange vor Erreichen des mittleren Kontrollraums schon beendet mit absoluter Aussichtslosigkeit für einen Sieg der Menschen.

Ich hoffe ich konnte einigermaßen das Problem schildern. Eine mögliche Überlegung daher ist, ob es sein kann, das der Android auch ohne Munition angreifen kann, zumindest mit seiner "Grundbewaffnung"? Oder das man zumindest zu Beginn fix einen Benzinkanister und/ oder Munition auf der Hand hat, um somit den Wirt zumindest ein wenig unter Druck zu setzen, nicht direkt in der ersten Rundev aufzukippen?

Mit der Hoffnung das man uns Variante B ) belegt, beste Grüße.

#2 reliefpfeiler

reliefpfeiler

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Geschrieben 18. September 2012 - 15:39

Ich würd einfach sagen, dass ist eben eine spielweise des Spiels ;) Dadurch ergibt er sich aber ziemlich schnell zu erkenne, würde ioch aber mal behaupten, sodass die anderen beiden evtl noch reagieren können, wenn sie Munition finden, vorausgesetzt.
Ist anscheinend die offensive Taktik, die das Spiel bietet ;)

#3 André Zottmann

André Zottmann

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Geschrieben 18. September 2012 - 16:08

Zum einen werden zu Spielbeginn schon einige Benzinkarten an die Spieler verteilt. Bei 4 Spielern sind schon mal mindestens 4 Benzinkarten im Umlauf.

Weiterhin ist es gefährlich für den Wirt, wenn er sich sofort offenbar und "Jagd" auf einen Menschen macht. Denn falls irgendein Spieler bereits eine Munitionskarte besitzt, hat der Wirt kaum Chancen, noch lange zu leben.

Außerdem hat der Wirt ja nur 3 Infektionskarten. Wenn er die frühzeitig einsetzt und 3 Mal eine Benzinkarte erhält, hat er ebenfalls keine Chance mehr, noch etwas auszurichten.

Ein wenig hängt es aber auch von der Spielerzahl ab. Zu viert sind die Chancen des Wirts etwas größer als zu sechst. Deshalb probiert doch einfach mal die in der Anleitung empfohlenen Varianten aus, den Schwierigkeitsgrad zu ändern. Zum Beispiel indem jeder Spieler nur mit 2 Infektionskarten das Spiel beginnt. Dann lernt ihr das Spiel von einer anderen Seite kennen, weil der Wirt jetzt klugerweise erst mal das Vertrauen eines Mitspielers erschleichen muss, will er nicht riskieren, seine beiden Infektionskarten gegen Benzinkarten einzutauschen.

Es ist nicht ganz einfach, den Reiz von Panic Station zu entdecken. Die Spieler sollten sich darauf einlassen, das Thema anzunehmen und in ihre Rollen zu schlüpfen. Dann kann sich ein spannender Suspense-Abend ergeben! :-)
André Zottmann
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#4 Zukar

Zukar

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Geschrieben 20. September 2012 - 00:13

Zur Einstimmung kann ich nur empfehlen, mit allen vorher "Das Ding aus einer anderen Welt" oder die Vorgeschichte "The Thing" von 2011 zu schauen. Spätestens dann sollte die richtige, paranoide Stimmung aufkommen- ;)

Auch ist es meist besser als Wirt erst mal seinen Benzinkanister zu vertauschen, als gleich eine Infektionskarte. So wird der Gegenüber erstmal in Sicherheit gewogen, und man erhält Rückendeckung von einem Menschen. Und man weiß auch gleich, welcher Mensch mindestens 2 Kannister hat, falls man an Munition kommt. :rolleyes:


Wichtig bei diesem Spiel ist es, dass man es nicht als reines taktisches Brettspiel sieht. Da ist man vermutlich bei Schach besser aufgehoben. Bei dem Spiel muss man aus sich rauskommen, auch mal wie wild jemanden verleumden, sich mit flamenden Reden verteidigen etc.
Besorgt euch am besten als Gastspieler einen Rollen- oder LARP-Spieler, und beschuldige den (grundlos?)der Wirt zu sein. Zurücklehnen und die Show genießen (besser noch: mitmachen!) B)

Bearbeitet von Zukar, 20. September 2012 - 00:14 .


#5 Guest_Suko4780_*

Guest_Suko4780_*
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Geschrieben 15. Januar 2013 - 13:58

So unterschiedlich können Spielerlebnisse sein. Bei uns war es genau anders herum. In beiden bisherigen Partien war es so, dass sich der Wirt schnell über die anderen Spieler hermachen wollte,
mit seinen Infektionsversuchen aber wegen Benzinkanistern gescheitert ist und dann keine Blutkarten mehr übrig hatte. So musste in beiden Partien der Wirt alleine spielen und war chancenlos :D/>

Grüße

Suko

#6 Miroque

Miroque

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Geschrieben 13. Mai 2013 - 11:08

Finde es bei "Panic Station" extrem spannend und nützlich, Spielerfahrungen auszutauschen und auch mögliche Strategien zu besprechen! Unsere Erfahrung aus den ersten Partien: Durchaus spannend und aufregend, allerdings kann das Spiel sehr schnell kippen. Ein paar genauere Eindrücke folgen.

 

Bei uns wurden nahezu alle Spielzüge Teamspiel-artig besprochen, d.h. man fällt als einzelner sofort auf, wenn man iiiirgendetas tut (Parasiten herholen, keine Räume anlegen o.ä.), was NICHT von allen abgesegnet wurde. Man kann aber auch schlecht sagen "Ich bewege mich nicht bzw. durchsuche schnell einen Raum, weil ich keine Benzinkanister auf der Hand habe", sonst würde man sich dem Wirt ja als Opfer anbieten. Obwohl - vielleicht ist das evtl. eine clevere Strategie, um den Wirt tatsächlich "anzulocken" und ihn dann DOCH abzuwehren und somit zu entlarven... Hehehe...

 

Es kann sein, dass der Wirt den ersten Infektionsversuch verkackt. Damit ist seine Identität quasi dahin, wenn er nicht gerade sehr überzeugend als Schauspieler ist bzw. Nerven aus Stahl hat und den Diskussionen standhält. Es gab vorher ja für keinen Spieler einen wirklichen Grund, jmd. aus heiterem Himmel heraus zu beschuldigen oder Falschinformationen zu verbreiten, da man als Team spielt. Von daher wirkt jmd. sehr glaubwürdig, wenn er direkt nach einem Kartentausch sagt, dass er soeben den Infektionsversuch von Spieler X (= Wirt) abgewehrt hat. Die einzige Möglichkeit ist also für den Wirt, genau das gleiche zu sagen, sobald er den Benzinkanister des Gegenspielers aufnimmt und quasi sieht, dass sein Infektionsversuch misslungen ist. Das stiftet dann Verwirrung, wenn man dieses Schauspiel durchhält...

 

Als entlarvter Wirt alleine dürfte es schwierig werden, das Spiel noch zu gewinnen. Andererseits: Solange man noch ausreichend Lebenspunkte hat, kann man jetzt offiziell "Jagd" auf die anderen Spieler machen und ihnen die Benzinkarten abtauschen, um sie anschließend doch noch zu infizieren (und kann dann ggf. vorspielen, die Infektion sei misslungen, obwohl es in Wirklichkeit doch geklappt hat). Bei uns lag das Nest schon offen und ein menschlicher Soldat war so gut wie am Ziel, als sich einer von zwei infizierten Spielern quasi offenbarte und ihm Benzinkanister abtauschte. Bei 6 Spielern, wo die Menschen fast gewonnen hatten, kippte das Spiel also plötzlich und im Nu' waren 5 Spieler infiziert.

 

Was uns auch aufgefallen ist: Vielen fällt es enorm schwer, den "Sinneswandel" vom Mensch zum Infizierten überzeugend zu spielen. Denn gerade in DEM Augenblick, in dem man infiziert wird, muss man ja eigentlich GERADE und voller Tatendrang vorgeben, noch ein Mensch zu sein. Die meisten sind aber frustriert, dass sie infiziert wurden und zeigen das auch. Versteht ihr?



#7 André Zottmann

André Zottmann

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Geschrieben 13. Mai 2013 - 11:23

Was uns auch aufgefallen ist: Vielen fällt es enorm schwer, den "Sinneswandel" vom Mensch zum Infizierten überzeugend zu spielen. Denn gerade in DEM Augenblick, in dem man infiziert wird, muss man ja eigentlich GERADE und voller Tatendrang vorgeben, noch ein Mensch zu sein. Die meisten sind aber frustriert, dass sie infiziert wurden und zeigen das auch. Versteht ihr?

Das liegt dann aber an den Spielern, nicht am Spiel. Panic Station enthält eine gewisse Rollenspielkomponente, und das bringt die Schachtel auf der Rückseite auch zum Ausdruck. Darauf sollte man sich einlassen können, um den vollen Spielreiz entfalten zu lassen.

 

Panic Station sollte man nicht primär spielen, um zu gewinnen, sondern um Spaß zu haben. Das gilt zwar für die meisten Spiele ebenso, aber für Panic Station noch etwas mehr.


André Zottmann
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#8 Alpha-Bull

Alpha-Bull

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Geschrieben 13. Mai 2013 - 12:18

Was uns auch aufgefallen ist: Vielen fällt es enorm schwer, den "Sinneswandel" vom Mensch zum Infizierten überzeugend zu spielen. Denn gerade in DEM Augenblick, in dem man infiziert wird, muss man ja eigentlich GERADE und voller Tatendrang vorgeben, noch ein Mensch zu sein. Die meisten sind aber frustriert, dass sie infiziert wurden und zeigen das auch. Versteht ihr?

 

Ich denke das ist das Hauptproblem bei den Spielrunden. Das enttäuschte Gesicht, oder auch ein kurzes "also doch!" kann die ganze Runde total versauen. Da darf dann nicht rumgejammert, oder die "Schuldfrage" geklärt werden, sondern das Thema nochmal kurz ansprechen und eine neue Runde starten. Es ist hier sehr wichtig, dass die Spieler von dem Gedanken  -fair play = nicht lügen- wegkommen und ihr Talent als Schauspieler testen ;)


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#9 Hullyschlumpf

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Geschrieben 04. Februar 2014 - 15:22

Das größte Problem von Panic Station ist das instabile Balancing, weil die Teamgrößen nicht konstant sind. Die Startbedingungen sind so gewählt, dass der Wirt eine Chance gegen die Menschen hat. Die kann zwar angepasst werden (Mehr oder weniger Kanister oder Infektionskarten), das ändert aber nichts daran, dass die Balancierung maßgeblich durch die Teamgröße bestimmt ist.
Entweder gelingt am Anfang eine Infektion, dann ist das Infiziertenteam sofort doppelt so groß und fast doppelt so stark wie zuvor. Oder der Wirt hat dreimal kein Glück beim Infizieren und die Menschen gewinnen.

 

Leider gibt es für den Wirt auch nicht viele Möglichkeiten sich herauszureden. Jeder provozierte Tausch lässt darauf schließen, dass der Spieler mit hoher Wahrscheinlichkeit Infiziert ist, solange keine Parasiten auf dem Spielplan sind. Sonst hat man keinen Zeitdruck, das Nest zu finden und bleibt stehen, wenn man keine Möglichkeit sieht, Räume aufzudecken, ohne einen Tausch zu provozieren. Daher ist Schauspielerei nur bedingt wirksam. Man muss grundsätzlich ein wenig darauf hoffen, dass man aus Versehen Parasiten aufweckt oder gezwungenermaßen durch Parasitenräume laufen muss. Dann kann es trotzdem noch zu einer unterhaltsamen Partie werden ;-)



#10 TRON333

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Geschrieben 17. Mai 2015 - 12:20

Wir haben jetzt das Spiel 3x gespielt und hatten immer ein Problem für den Parastiten. D.h. die Spieler haben immer gewonnen.

Dem Parasiten war es nie mögich auch nur einen Spieler zu infizieren.

 

Folgende Probleme:

a. Er muss gleich am Anfang versuchen ein Opfer zu finden, da sonst die Spieler durch "Räume durchsuchen" zu viel Benzin und Muni bekommen, sodass ein infizieren und überleben unmöglich wird.

b. Durch den Versuch zu infizieren ist es fast unmöglich glaubhaft zu bleiben. Wenn der Spieler auch noch Muni hat, ist es fast unmöglich zu überleben.

 

Es ist klar, dass das Spiel durch die Spieler lebt, aber irgendwie kommt jeden von uns vor, dass wir etwas komplett übersehen haben. (Trotz Regel öfters lesen.)



#11 André Zottmann

André Zottmann

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Geschrieben 18. Mai 2015 - 07:42

Als Wirt sollte man versuchen, Raumkarten so zu legen, dass Spieler öfter auf andere Spieler treffen müssen. Dadurch kommt es öfter dazu, dass Karten getauscht werden, und der Wirt kann so unauffälliger selbst einen Tausch provozieren.

 

Ansonsten ist es nicht so wichtig, schon früh jemanden zu infizieren. Man kann auch zunächst das Vertrauen von 1 oder 2 Mitspielern gewinnen, bevor man diese dann unerwartet später infiziert. Die Anzahl der Benzinkarten ist nicht so hoch, dass jeder Spieler bei jedem Tausch eine abgeben kann.


André Zottmann
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#12 TRON333

TRON333

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Geschrieben 06. August 2015 - 16:01

Anzahl der Benzinkarten ist nicht hoch ?

Da ist vielleicht unser Problem !?

Es bleiben doch alle Benizkarten im Spiel ? d.h. am Anfang wird je nach Spieleranzahl Benzinkarten herausgesucht mit anderen karten inkl. der Parasitkarte gemischt und ausgeteilt. Der Rest kommt auf den Stapel mit ALLEN andern Karten (auch den restlichen Benzinkarten). 

Dann kommen aber doch viele Benzinkarten ins Spiel. (Die Spielweise der Spieler war immer: maximal Karten ziehen und die Parasiten schnell killen, was sich gut ausgeht, wenn viel gezogen hat.)

 

Oder werden nur die paar Benzinkarten die man am Anfang mischt verwendet und die anderen kommen alle aus dem Spiel ?  (Das habe ich in der Anleitung dann nicht so verstanden.)

Dann wird es aber für die Menschen schwer, da beim Ableben von Spielern oder wenn doch schon 1-2 Spieler verseucht sind, denn diese Benzinkarten sind "verloren" und man hat fürs Nest zu wenig.

 

Lg und Danke






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