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Jesus-Video


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18 Antworten in diesem Thema

#1 Frank Heller

Frank Heller

    The Great Old One

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Geschrieben 07. Dezember 2002 - 06:58

Für eine deutsche Fernsehproduktion war dieser Zweiteiler ja wirklich mehr als ansehnlich 8)
Unterhaltsam und ein Hauch Indy Jones: die Suche nach dem mythischen Artefakt, religöser Bezug und jede Menge abgrundtief böser Gegner, die es auch alle auf das Artefakt abgesehen haben. :D

Man sieht aber immer wieder, dass Film und Buch doch ganz anders funktionieren als Rollenspielabenteuer. Insbesondere dürfte man als Autor über einige Unstimmigkeiten nicht hinweggehen, ohne von den Spielern auseinander genommen zu werden.
So halte ich es für ausgesprochen unwahrscheinlich, dass die armenischen Christen eine damals schon 1.500 Jahre alte Videokamera zum Laufen bekommen konnten. Welche Batterie hält so lange?
Und hätte der Hauptdarsteller nicht vielleicht seine eigene Handschrift auf der Bedienungsanleitung erkannt? Zumindest ein Verdacht wäre ja wohl nahe liegend gewesen. :rolleyes:

Bei einigen der alten Bücher und Karten im Film fand ich:
Sowas wäre doch auch ein Job für Kostja (HPvL) :]

Viele Grü?e
Frank



#2 Marcus Johanus

Marcus Johanus

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Geschrieben 07. Dezember 2002 - 09:47

Original von Frank Heller
Für eine deutsche Fernsehproduktion war dieser Zweiteiler ja wirklich mehr als ansehnlich 8)
Unterhaltsam und ein Hauch Indy Jones: die Suche nach dem mythischen Artefakt, religöser Bezug und jede Menge abgrundtief böser Gegner, die es auch alle auf das Artefakt abgesehen haben. :D

Man sieht aber immer wieder, dass Film und Buch doch ganz anders funktionieren als Rollenspielabenteuer. Insbesondere dürfte man als Autor über einige Unstimmigkeiten nicht hinweggehen, ohne von den Spielern auseinander genommen zu werden.
So halte ich es für ausgesprochen unwahrscheinlich, dass die armenischen Christen eine damals schon 1.500 Jahre alte Videokamera zum Laufen bekommen konnten. Welche Batterie hält so lange?
Und hätte der Hauptdarsteller nicht vielleicht seine eigene Handschrift auf der Bedienungsanleitung erkannt? Zumindest ein Verdacht wäre ja wohl nahe liegend gewesen. :rolleyes:

Bei einigen der alten Bücher und Karten im Film fand ich:
Sowas wäre doch auch ein Job für Kostja (HPvL) :]

Viele Grü?e
Frank




#3 Marcus Johanus

Marcus Johanus

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Geschrieben 07. Dezember 2002 - 09:50

Hä?

Irgendwie komme ich mit dem Forum nicht klar. Wo ist denn jetzt mein Beitrag? Da ist ja nur noch das Zitat übrig. Seufz! Okay, wollte eigentlich nur fragen, ob sich jemand noch genauer an das Buch erinnern kann als ich. Der Film hatte doch - abgesehen von der Idee, des Jesus-Videos - nicht mehr viel mit dem Roman zutun, oder?

Hoffentlich klappt's jetzt ...

#4 Tom

Tom

    Rollenspielrelikt aus der Zeit der Altvorderen

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Geschrieben 07. Dezember 2002 - 12:43

Ich hab nur das Buch gelesen aber den Film nicht gesehen.

„No swords. No wizards. Just regular humans, in way over their heads as they work to uncover the mind-shattering horrors of the Lovecraftian mythos“.


#5 Guest_IjonTichy_*

Guest_IjonTichy_*
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Geschrieben 07. Dezember 2002 - 14:33

ich hab den Film gesehen, kenne aber das Buch nicht.

Das einzige was mir am Film wirklich gefallen hat, war: da? der Hauptdarsteller ordentlich auf?s Maul gekriegt hat! ;)
Die Dramaturgie war mir etwas zu holperig, wie die Zeitreise dargestellt wurde, war mir viel zu oberflächlich, die Recherche in der alten Bibliothek war ja wohl lächerlich!
Der "logische" Schlu? am ende des Films, der Hauptdarsteller müsse in die Vergangenheit reisen da sein Skelett noch existent wäre, ist falsch! Vorher wurde doch mit dem "Maus-Experiment" gezeigt, da? der Mauskadaver erst in dem Moment verschwindet, indem der Versuch NICHT Stattfindet! Somit wäre das Skelett doch solange Existent, bis der Versuch, der ja in der Zukunft stattgefunden haben/stattfinden mu?(sonst kein Skelett), tatsächlich verhindert wird, was ja durchaus noch in den letzten Sekunden vor der Zeitreise geschehen kann, aber auch jahre davor. Es ist also gar nicht klar, da? die Reise stattfinden wird.........;) Oder hab ich mich irgendwo verrechnet?!? :o)

Na, an sonsten, für ?ne deutsche Produktion, nicht schlecht. Aber mich nerven Fernsehproduktionen im allgemeinen, wenn wenig budget da ist, sollte man auch Filme machen die mit wenig budget auskommen!

Ich habe aber auch direkt überlegt, wie man daraus ein schönes Cthulhu-Abenteuer basteln könnte......

Meine Mutter hat das Buch gelesen, und meint auch, da? der Film nicht viel damit zu tun hatte!

Gru?,

Aljoscha

#6 Höchster Patriarch von Lomar

Höchster Patriarch von Lomar

    Truchse? von Olathoe

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Geschrieben 08. Dezember 2002 - 02:18

@Frank: *verbeug*

@Ijon: "Warum sagen das immer alle?" (Zitat DS9; ich habe den Film nicht gesehen, grundsätzlich sollte man Zeitreisegeschichten aber lieber nicht diskutieren, funktioniert selten ;) )

@Markus Johanus: Ich habe auch das Buch nicht gelesen, aber in der Fernsehzeitung war eine Art Miniatur-Interview mit dem Autor, der da singem. sagt, da? der Film nicht sehr dicht am Buch sei. (Was ihm scheinbar aber auch egal war. (Holger, bitte weglesen.))

Gru? Kostja

(der eigentlich ja nur wegen Franks Kommentar postet)



#7 Thomas Michalski

Thomas Michalski

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Geschrieben 08. Dezember 2002 - 15:09

Nun, ich sehe das alles was anders, ich bin ma?los von dem Film enttäuscht. Ma?los.
Ich habe den Roman von Eschbach gelesen und schätze ich sehr, halte ihn auch für das Medium Film durchaus für geeignet, aber was die Jungs von Pro7/RatPack daraus gemacht haben, ist in keinen Augen vom Standpunkt einer Literaturverfilmung her eine Katastrophe.

Um ein paar Beispiele aus Teil 1 (Teil 2 habe ich gestern Nacht aufgenommen, aber noch nicht gesehen) zu nennen:
- Steffen (im Original ja Steven) ist eigentlich ein New Economy-Millionär und mehr ein Mann des Kopfes, im Film ist er ein wasserstoffblonder Muskelmann, zwar kein Arnie, aber sicherlich nicht das, was ich erwartet habe
- Aus Judith wurde Sharon, vollkommen ohne erkennbaren grund, die schwingt plötzlich eine Maschinenpistole umher und ihr erster Auftritt war diese peinliche Szene mit der Schlange zu beginn...
- Jehoshua entsprach ausnahmsweise mal vom Casting her in etwa dem, was ich erwartet hatte, aber wieso ist er der Freund von Sharon?? Eigentlich sollte er der Bruder (!) von Judith sein, diese ganze aufgesetzte Dreieicksproblematik hat in dem Ding gar nichts zu suchen. Da hätte ich lieber interessantere Subplots des Buches im Film gesehen...
- Kaun ist viel zu einseitig und finster dargestellt
- Das Skelett wird also in einer Höhle unterhalb der Grabungsanlage gefunden? IN EINER RIESIGEN HÍHLE unterhalb der Grabungsanlage? Und die hat keiner bemerkt? Cool...
- Wo kommen denn die ganzen Actionenszenen her?
- Kaun hat normalerweise noch einen ganzen Stab an Charakteren, allesamt interessant. Etwa einen deutschen Autor, den ich schon quasi für ein (teilweise) Alter-Ego von Eschbach halte ... nun, wo sind die denn alle?
- Scarfaro sollte eigentlich nicht diese Mafiosi-Brutalo-"nimm das du Protagonist"-Schurke sein sondern a) erst später auftreten und B) auch irgendwie gemä?igtere Mittel aufbringen, um sein Ziel zu erreichen, sprich: im Buch war auch er realistisch
- Nahezu jeder in Jerusalem scheint Deutsch zu sprechen und aus unerfindlichen Gründen halten die das da für clever, alle Schilder nur in Englisch aufzuhängen (auf so etwas hat der Roman deutlich wert gelegt)
- Steffens Freund bekommt ultra-peinlich in einem öffentlichen Lokal die Kehle aufgeschnitten, und das bemerkt niemand, bis Sharon zu ihm rüberstapft? Es war verqualmt in dem Laden, aber so verqualmt?

Ich könnte noch weiter machen, belasse es aber mal hierbei. Unter'm Strich kann ich nur sagen, dass Pro7 es nicht geschafft haben, in 180 Minuten auch nur den Hauch dessen zu transportieren, was ich am Jesus-Video geschätzt habe: ausschlie?lich mehrdimensionale Charaktere mit nachvollziehbaren Motivationen und einer logischen Handlung, die ihre Spannung weniger aus "Kawumm"-Sequenzen, sondern mehr aus der Thematik an sich zog.
Wie auch der Autor selbst: ich bin unzufrieden, das Potential wurde verschenkt.

#8 Tannjew

Tannjew

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Geschrieben 08. Dezember 2002 - 15:25

Da habe ich wohl also nichts verpasst...

Wo ihr da über einen Zeitreise Roman und dessen Verfilmung redet: Ich habe gehört das auch Michael Crichtons Roman "Timeline" verfilmt werden soll, allerdings in Hollywood...

Leitet: Eternal Lies


#9 Guest_Avatar_*

Guest_Avatar_*
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Geschrieben 09. Dezember 2002 - 07:54

Lohnt sich das Buch denn? Ich wollte den Film sehen, aber verpasst und das Buch habe ich auch noch nicht.

#10 Tom

Tom

    Rollenspielrelikt aus der Zeit der Altvorderen

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Geschrieben 09. Dezember 2002 - 08:17

Das Buch lohnt sich auf jeden Fall.

„No swords. No wizards. Just regular humans, in way over their heads as they work to uncover the mind-shattering horrors of the Lovecraftian mythos“.


#11 oleg1364424405

oleg1364424405

    Traeumer im Hexenhaus

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Geschrieben 09. Dezember 2002 - 09:07

Also ich kenne zwar das Buch nicht, aber den Film fand ich am Ende besser, als ich vorher erwartet hatte. Und dass ein Film nie so wird wie das Buch, ist doch schon lange bekannt. Zumal, wenn er bei Pro7 im Abendprogramm laufen soll, muss schon mal eine gehoerige Packung Beziehungsproblem mit rein.
Zum Thema, ob Steffen die Zeitreise macht oder nicht: schon mal die Geschichte von R. Feynam gehoert, als sich hypnotisieren lassen wollte, um zu schauen, ob es tatsaechlich funktioniert?

#12 Guest_Avatar_*

Guest_Avatar_*
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Geschrieben 09. Dezember 2002 - 09:49

Original von agent.scott
schon mal die Geschichte von R. Feynam gehoert, als sich hypnotisieren lassen wollte, um zu schauen, ob es tatsaechlich funktioniert?


Ich kenne die Worte, aber ich verstehe sie nicht ganz mu? ich zugeben.

#13 oleg1364424405

oleg1364424405

    Traeumer im Hexenhaus

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Geschrieben 09. Dezember 2002 - 13:17

@Avatar: Ich kenne die Worte auch, weiss auch, was sie bedeuten sollen. Allerdings verschluckt Opera hier unbaendig viele Buchstaben, in diesem Falle auch ganze Worte.

Sollte heissen: Schon mal die Geschichte von R. Feynman gehoert, als ER sich hypnotisieren lassen wollte, um zu schauen, ob es tatsaechlich funktioniert?

ps. Ich werde in Zukunft besser aufpassen. Ich verspreche es. :rolleyes:

#14 Guest_Avatar_*

Guest_Avatar_*
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Geschrieben 09. Dezember 2002 - 13:35

Ahhhh, jetzt verstehe ich,habe ich mir doch fast gedacht.

Wenn Opera sowas macht, würde ich von diesem Programm abstand nehmen. Was ist denn der Vorteil von Opera?

Und klappt es in der Geschichte?

#15 Thomas Michalski

Thomas Michalski

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Geschrieben 09. Dezember 2002 - 14:59

Also ich kenne zwar das Buch nicht, aber den Film fand ich am Ende besser, als ich vorher erwartet hatte.

Na gut, die Mehrheit derer, die ich kenne und die Film und Buch kennen fanden den Schluss absolut mies, naja, vielleicht komme ich ja heute dazu, Teil 2 mal zu gucken...

Und dass ein Film nie so wird wie das Buch, ist doch schon lange bekannt.

Ja, aber sollte man das nicht zumindest erstreben?
Ich nehme mal - ok, war super-big-budget - den Herrn der Ringe. Der ist auch nicht exakt nach dem Buch, er versucht aber, der Idee dahinter treu zu bleiben.
Oder sowas wie Fight Club - das ist fast eine exakte Verfilmung des Buches, und obwohl der Schluss ganz anders ist als im Buch bleibt man doch der Idee des Autors treu.

Zumal, wenn er bei Pro7 im Abendprogramm laufen soll, muss schon mal eine gehoerige Packung Beziehungsproblem mit rein.

OK, aber selbst wenn ich mal alle Plot-?nderungen au?er Acht lasse (und das ist wei? Gott nicht so leicht), bleibt dennoch eine zeitweise fast diletantische Inszenierung.
Beispielsweise Thema Anschlussfehler.
Kauns erster Auftritt. Die ganzen Trucks und so rollen an, das fand ich sogar ziemlich cool gemacht. Kauns wagen fährt auch vor. Ryan (der Bodyguard) steigt aus, geht auf die andere Seite des Wagens, öffnet die Türe.
Schnitt auf das Lager.
Schnitt zurück zum Wagen. Kaun stapft jetzt auf den Betrachter zu, Ryan ist weg.
Sowas gab's dann auch noch öfter...

Das Spiel der Schauspieler war manchmal in etwa so hölzern wie mein Schreibtisch, die Dialog fernab aller ?berzeugungskraft.
Alleine das erste "Gespräch unter Männern" zwischen Yehoshua und Steffen.
So sinngemä?: "Das ist meine Freunding!" "Ok." "Wenn du was von ihr willst, dann haben wir beide ein Problem!" "Hey, ich will nichts von der Freundin eines Kumpels" "Wir sind Kumpel" "Ja, klar." "Ok."
*hüstel*

Und jetzt komme mir keiner mit "Das war aber doch eine deutsche Produktion..."
Tatort ist auch eine rein-deutsche TV-Produktion und liefert Woche für Woche für Woche exzellent Produzierte Unterhaltung.
Dito für Polizeifruf 110.
Dito für die seltenen Schimanski-Filme, wie gestern einer lief.
Opernball mit Heiner Lauterbach und Franka Potente wäre noch ein Beispiel, einige der Wedel-Filme (ich denke da an den ZDF-Fünfteiler Der Schattenmann) auch.
Und wer da nun noch meint, das seien ja aber alles keine Sci-Fi-Was-Auch-Immer-Thriller ... das sollte das Jesus-Video in dem Ma?e eigentlich auch nicht sein...
*seufz*
Nee, ich bin nach wie vor sehr unzufrieden...




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