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Die neun Pforten


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37 Antworten in diesem Thema

#31 Guest_Gast_*

Guest_Gast_*
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Geschrieben 08. Dezember 2004 - 16:24

[QUOTE]Original von Holger Göttmann
Hi! :-)
.

Aber um auf Peters Frage zu antworten. Das Problem mit dem Ende hatten viele. Mir gefällt es sehr gut, eben, weil es so offen und vieldeutig ist. Einfach ein wunderschönes Beispiel für die "Pluralität der Stimmen" in einem "Text" (das Wort konnte ich mir nicht verkneifen *g*). Ich persönlich sehe die "Neun Pforten" weniger als "realistischen Film" als vielmehr eine Emotionssammlung, ein Weg in den Wahnsinn und daher ein zutiefst cthuloider Film (habe ich sicherlich anderswo schonmal gesagt).


Genau. Genau das finde ich auch. Nicht nur wegen dme Ende, sondern auch, weil er zeigt, wie ein "gefährliches" Buch sich auf den Leser auswirkt und ... vielleicht .... die Reaöiotät verändert. Dann der Detektiv, der Büchern nachforscht. nicht nur cool, sondern einer. der an wenig oder nichts glaubt.

Und was ist am Ende den verwirrend? ...... Obwohl es besser ist, ihn verwirrend wirken zu lassen. Denn, wenn es, so wie es mir erscheint, so ist, dass eben die blonde Frau eine Manifestation des Teufels oder ein Sendbote ist, wird es wieder banal und .....mlächerlich



Rapunzel

#32 Guest_Steven_*

Guest_Steven_*
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Geschrieben 30. Dezember 2004 - 13:04

http://www.eclectich...net/Engravings/ Und das in einer ordentlichen Grö?e!

#33 Tom

Tom

    Rollenspielrelikt aus der Zeit der Altvorderen

  • Cthulhu Moderator
  • PIPPIPPIP
  • 10.093 Beiträge

Geschrieben 30. Dezember 2004 - 13:52

Original von Steven
http://www.eclectich...net/Engravings/ Und das in einer ordentlichen Grö?e!

In der Grö?e ausgedruckt aber ein bischen pixelig. Macht aber nix, ich werd sie mal alle runterladen und zur späteren Verarbeitung speichern.
Ich hab da schon so eine Idee für ein Cthulhu Live... :]

„No swords. No wizards. Just regular humans, in way over their heads as they work to uncover the mind-shattering horrors of the Lovecraftian mythos“.


#34 Guest_Steven_*

Guest_Steven_*
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Geschrieben 30. Dezember 2004 - 19:42

:D :D :D Die hatte ich auch!

#35 Höchster Patriarch von Lomar

Höchster Patriarch von Lomar

    Truchse? von Olathoe

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  • 3.120 Beiträge

Geschrieben 30. Januar 2005 - 02:44

@Tom: wie gesagt, im Buch gibt es sie in hervorragender Qualität.



@all: Ich wollte (sollte?) mich ja zu den Holzschnitten der Neun Pforten auslassen. (Die Lektüre ist schon lange her, aber erst jetzt ist so wenig auf Arbeit los, da? ich folgendes zwischendurch mal runtertippen konnte.) Also:

Die erste Pforte

Motto: Wer nicht kämpft, wie die Regeln es vorschreiben, wird nie an sein Ziel gelangen.
Es scheint (nach dem Rider-Waite-Tarot) der Ritter der Schwerter (Luft) oder der Ritter der Stäbe (Feuer) abgebildet zu sein. Beide gelten im esoterischen Sinne als männlich und sind eher aktiv/aggressiv.

Die zweite Pforte

Motto: Íffnet das Geschlossene
Der Holzschnitt ist ganz eindeutig durch den Eremiten (IX) inspiriert. (Seine Laterne hat er auf den Boden gestellt.) Er wird allerdings vom Hund des Narren begleitet - wenn auch mit anderer Fellfarbe.

Die dritte Pforte

Motto: Das verlorene Wort birgt das Geheimnis. (Ist hier der geheime Name Gottes gemeint?)
Es scheint mir der Narr abgebildet zu sein, da es sich um einen Wanderer handelt, der wie im Tarot nicht auf das drohende Unheil achtet, aber...

Die vierte Pforte

Motto: Das Schicksal ist für jeden anders.
Auch hier ist der Narr anwesend und hier behauptet auch der Roman, da? der Narr abgebildet sei. Aber vielleicht soll uns das ja in die Irre führen?
Es liegen drei Würfel im Vordergrung, die mit ihren Augen auf die ersten drei Pforten verweisen.

Die fünfte Pforte

Motto: Vergeblich.
Der Tod. Aber auch die neun der Kelche für Reichtum scheint hier mitzuschwingen. Nur eben vergeblich.

Die sechste Pforte

Motto: Ich bereichere mich mit dem Tod.
Es ist der Gehängte zu sehen. Wichtig ist hier die Beinstellung, nicht nur für den Roman. An welchem Bein ist er aufgehängt? Nach Crowley ist nur eine Haltung die richtige, da der Gehängte dann ein Planetensymbol nachstellt. Aber welche?
Der Gehängte wird oft mit Odin an der Weltenesche hängend assoziiert. Er hängt dort, um von der Göttin Wissen zu erlangen (die Runen, sprich: Schrift, die Fähigkeit, Geschichte zu schreiben (im doppelten Sinne)). (Dummerweise mu? er dafür sein (drittes) Auge der Hellsicht hergeben, so da? man hier durchaus von einem schlechten Tausch sprechen kann.) Wenn der Gehängte hier also "stirbt", dann bereichert er sich, dem Motto entsprechend, an neuem Wissen.
Das flammende Schwert vereint Luft und Feuer. (Siehe oben.) Führt uns auch das in die Irre?

Die siebte Pforte

Motto: Der Schüler übertrifft den Meister
Im Hintergrund findet sich der Mond, und dies scheint mir auch die entscheidende Anspielung auf den Tarot zu sein, da auch die zwei Hunde zu ihm gehören. Den König könnte man auch im Sinne des Herrschers (IV) aus dem Tarot verstehen. Nur mit wem spielt er da? Schon wieder mit dem Narren? Wohl kaum!?

Die achte Pforte

Motto: Die Tugend liegt besiegt darnieder.
Hier sehen wir ganz deutlich das Schicksalsrad (X).
Bei Rider-Waite haben sowohl die Mä?igkeit als auch der Gehängte einen Heiligenschein, wie ihn auch der Henker/Engel/? im Holzschnitt trägt. Die Mä?igkeit scheint im Sinne des Mottos hier eher zu passen.

Die neunte Pforte

Motto: Jetzt wei? ich, da? die Finsternis das Licht hervorbringt. (Als ob die Esoteriker das nicht schon seit Ewigkeiten wüssten. :rolleyes: )
Die Frau auf dem Drachen erinnert ganz deutlich an die Karte der Kraft (VIII) (bei Crowley: Lust), auf der eine Frau mit einem Löwen ringt oder ihn reitet (Crowley). Die Mondsichel scheint auf den Wagen zu verweisen.


Alles in allem wirken die Bezüge auf mich eher zufällig und nach den Vorlieben des Autors gewählt. Ein Muster oder eine weitergehende Erkenntnis konnte ich bislang nicht entdecken. Aber vielleicht gehöre ich ja auch noch nicht zu den Eingeweihten. ;)

Gru? Kostja

#36 Guest_Kairos_*

Guest_Kairos_*
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Geschrieben 30. Januar 2005 - 15:39

Original von Steven
(...)
Der Fechtmeister von Reverte ist gerade auf den Weg zu mir... ich werd demnächst dazu etwas sagen!

Dann sag' ich schon mal etwas dazu, da ich den Roman "Der Fechtmeister", Revertes Erstlingling, vor kurzem las. Die Anlehnungen an Dumas sind unverkennbar, nur dass den ganzen Roman ein melancholischer Grundton durchzieht. Denn er ist in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts angesiedelt. Ein alter Fechtmeister blickt auf sein Leben zurück, die Zeiten, als die von ihm gelehrte Kunst noch mehr war als ein Sport, sondern diese zur gesellschaftlichen Etikette von Adel wie Bürgertum gehörte und Ehre mehr als eine hohle Phrase war. Sein Lebenswerk möchte er durch eine neue und geniale Fechtkombination krönen, sein Vermächtnis an eine Welt, die ihm zunehmend fremd wird.
Dieses selbst-gezimmerte Schneckenhaus, und so beginnt die leider ausgetretenen Pfaden folgende Handlung, muss er verlassen, da zwei seiner Schüler in politischen Intrigen und einen Mord involviert sind. Vor dem anschaulich geschilderten Hintergrund des Ringens zwischen royalistischen, liberalen und republikanischen Kräften löst der Maestro den einen und zahlreiche andere Morde, sieht sich mehrfach in den ihn umgebenden Mitmenschen getäuscht und überlebt den allzu vorhersehbaren Showdown dank des von ihm just in dem Abschlussduell spontan kreierten unparierbaren Sto?es, nur um sich dann in eine Selbstversunkenheit zu fliehen und sich so aus einer Welt zurückzuziehen, die er nicht mehr versteht.
Und entsprechend fällt mein Fazit aus: interessante Ausgangssituation, überzeugende Charaktere, aber ein aus verschiedenen Krimi- und Thrillerelementen komponierter Plot, dessen Spannung unter seiner Klischeehaftigkeit leidet. Für alle, die die "Drei Musketiere" gern lasen, ein schönes Buch, zumal der Leser (auch dank des beigefügten Glossars) einiges über Fechtkunst erfährt.

#37 Guest_Gast_*

Guest_Gast_*
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Geschrieben 30. Januar 2005 - 17:11

Die Zusammenstellung dürfte rein willkürlich gewählt worden sein. Ich zähle zwar auch nicht zu den "Eingeweihten", konnte aber mal Tarot Karten gut legen und kenne etwas die Hintergründe. Was da im film - und offenbar auch im Buch - verbraten wird, hat damit wenig zu tun.

Trotzdem hatte mir der Film damals gut gefallen.

Rapunzel

#38 Guest_Gast_*

Guest_Gast_*
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Geschrieben 30. Januar 2005 - 17:11

Die Zusammenstellung dürfte rein willkürlich gewählt worden sein. Ich zähle zwar auch nicht zu den "Eingeweihten", konnte aber mal Tarot Karten gut legen und kenne etwas die Hintergründe. Was da im film - und offenbar auch im Buch - verbraten wird, hat damit wenig zu tun.

Trotzdem hatte mir der Film damals gut gefallen.

Rapunzel




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